24 STUNDEN IN MAINZ

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Mainz ist mehr als Wein, Fastnacht, Dom und Fussball. Die Stadt prägt europäische Geschichte: In ihr schlug der Puls des Heiligen Römischen Reiches, im Dom St. Martin wurde Kaiser Friedrich II. gekrönt. Johannes Gutenberg erfand in der Residenzstadt des Kurfürsten den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Aber wie tickt die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt heute? Was macht Lebensart und Identität der Mainzerinnen und Mainzer aus? Um das herauszufinden, zeigt die Hochglanz-Doku einen kompletten Tagesablauf in Mainz – vor und hinter den Kulissen.

Der 90-Minuten-Film betrachtet das moderne Mainz, die Stadt als urbanes Räderwerk, und will herausfinden, wer die Menschen sind, die hinter einer funktionierenden Infrastruktur stehen. Die Kamera begleitet diejenigen, die dafür sorgen, dass rund um die Uhr der Alltag reibungslos verläuft. Sie ist dabei, wenn weit vor Sonnenaufgang die Mainzer Müllflotte in die Altstadt ausrückt, auf dem Domplatz die Marktleute ihre Stände aufbauen, am Rhein die Rudersportler ihr hartes Training beginnen und der Familienbetrieb von Friseur Jürgen Falkenstein gegen sieben Uhr die erste Kundin empfängt. Das Filmteam begleitet über den Tag hinweg die Tätigkeiten von Mainzer Kanalarbeitern, Winzerinnen und Archäologen, schaut dem Caterer-Chef von Mainz 05, der Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz und den Domchorknaben bei ihren Proben über die Schulter. Nach Feierabend nimmt uns Friseur Jürgen zu einer Longboard-Tour durch die sommerlich beschwingte Innenstadt und in seine Weinstube mit. Im Theater werden die Knaben und Mädchen des Domchores für ihren Auftritt in Shakespeares kostümprächtigen Mittsommernachtstraum geschminkt und im Industriegebiet des alten Zollhafens feiern Studenten in der PlankeNord. Natürlich ist nicht für alle Feierabend; die Kamera begleitet die Nachtschichtarbeiter im Klärwerk Mombach und ist dabei, wenn im Kreißsaal der Uni-Klinik für Personal und werdende Mütter aufregende Stunden beginnen.

 

SWR, 90 Minuten, 2017